Johann Douda (1871–1937)
Persönliche Daten
Familienverhältnisse
Vater: Johann Douda, Sohn der Häuslerstochter Anna Douda: Taglöhner; Heirat in Mnich (Böhmen [Mnich (okres Pelhřimov), Tschechien]) am 7. Februar 1871 mit:
Mutter: Rosalia Douda, geborene Krbec: Taglöhnerin
Ehe: mit Marie [?] (Draschitz, Böhmen [Dražíč, Tschechien] 1866 – ?)
Biographie
Johann Douda wurde für die anarchistische Bewegung in Österreich bedeutend, als er in Turn (Böhmen [Trnovany, Tschechien]) zur Gründung einer deutschsprachigen anarchistischen Zeitung aufrief: »Die Wichtigkeit und Notwendigkeit unserer Organisation zwingt uns zur Gründung eines Blattes unserer Richtung«.1 In der Folge erschien am 8. November 1901 die Zeitung »Der Freie Socialist« (Brüx / Graz).
Später begab sich Johann Douda nach Dux (Böhmen [Duchcov, Tschechien]), wo er im Juni 1910 den »Všeodborového sdružení dělníků Ochrana« (Allgewerkschaftlicher Arbeiterverband Schutz) mitbegründete. Später übersiedelte er nach Kladen (Böhmen [Kladno, Tschechien]).
Während des Ersten Weltkriegs diente Johann Douda bei der k. u. k. Armee an der Front in Russland. Nachdem er nicht in seine Heimat zurückkehrte, ließ ihn seine Frau amtlich für tot erklären. Tatsächlich aber arbeitete Douda nun als Hausmeister in Stříbrná Skalice / Silber Skalitz [Tschechoslowakei [Stříbrná Skalice, Tschechien]). Dort trat er der »Komunistická strana Československa« (Kommunistische Partei der Tschechoslowakei) bei, für die er von 1929 bis 1935 Mitglied des Senats der Národní shromáždění republiky Československé (Nationalversammlung der Tschechoslowakei) war.
Mitarbeiter*innen an Periodika
- Neues Leben (Berlin) 1901
Kategorien
Adresse(n)
- Hinterbrühl [zu Mödling], Niederösterreich, Hinterbrühl 61 (Geburtsadresse)
Karte
Autor / Version / Copyleft
Autor: Reinhard Müller
Version: Jänner 2026
Anarchistische Bibliothek | Archiv | Institut für Anarchismusforschung | Wien
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- 1
Johann Douda: Achtung! Genossen Oesterreichs!, in: Neues Leben. Anarchistisch-sozialistische Wochenschrift (Berlin), 5. Jg., Nr. 15 (13. April 1901), S. 75.