Dimitrij Keremedžiev (1912–1976)

Persönliche Daten
Namensvarianten
Bulgarisch: Дмитрий Керемидчиев
deutsche Namensform: Dimitri Keremidtschieff
Geburtsdatum
15. September 1912
Sterbedatum
1976
Berufe
Biographie

Dimitrij Keremedžiev, Sohn einer Hausfrau und eines Kaufmanns, flüchtete 1935 vor der Diktatur von Zar Boris III. von Sachsen-Coburg und Gotha (1894–1943) nach Graz (Steiermark), wo er an der Universität Graz Medizin studierte. Seit 1936 lebte er mit dem ebenfalls aus Bulgarien geflüchteten Technikstudenten »Hari« Charalampij Dimitrov-CharalampievХаралампий Димитров-Харалампиев› (1915–?) in Waltendorf [zu Graz] (Steiermark) zusammen. Sie versorgten die Anfang 1937 in Graz gegründete anarchistische Untergrundgruppe »Brot und Freiheit« mit wichtigen Informationen über den so genannten Spanischen Bürgerkrieg, die sie aus Paris (Frankreich), insbesondere vom »Bureau d’Information des Comités de Secours aux Anarchistes Bulgares« (Informationsbüro des Hilfskomitees bulgarischer Anarchisten), bezogen. Als die Untergrundgruppe am 22. November 1937 aufflog, wurden auch Dimitrij Keremedžiev und Charalampij Dimitrov-Charalampiev verhaftet. Sie wurden am 2. Februar 1938 vom Landes- als Schwurgericht Graz unter Ausschluss der Öffentlichkeit des Verbrechens des Hochverrats angeklagt, jedoch freigsprochen, allerdings des Landes verwiesen.

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