Alois Pachatz (1901–1933)

Persönliche Daten
Geburtsdatum
20. Oktober 1901
Sterbedatum
21. Juni 1933
Sterbeort
Religionsbekenntnis
römisch-katholisch
Biographie

Der Partieführer bei den Bundesbahnen Alois Pachatz erschoss während des Grazer Vasektomie-Prozesses am 21. Juni 1933 den Lokomotivheizer Karl Heinrich Eckhardt (1900–1933) in der Küche von Wohnung in Eggenberg [zu Graz] (Steiermark), Alte Poststraße 131/B/II, mit zwei Revolverschüssen. Danach erschoss sich Pachatz, ebenfalls in der Küche. Eckhardt war ein wichtiger Aktivist des »Bundes herrschaftsloser Sozialisten« in Graz, der sich formal in dem 1893 gegründeten und 1934 behördlich aufgelösten »Arbeiter-Bildungs- und Un­terstützungs-Verein« organisierte. Es blieb zweifelhaft, ob Eifersucht oder der Prozess das Mordmotiv war, da beide vasektomiert waren und Eckhardt als vermutlicher Bereitsteller seiner Wohnung für Vasektomien zu den Zeugen im Vasektomie-Prozess gehörte.

  • Graz, Steiermark, Alte Poststraße 131/B/II (Sterbeadresse)
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