Maja Spitzer (1897–1933)
Persönliche Daten
Familienverhältnisse
Vater: Ferdinand Bittner (Neutitschein, Mähren [Nový Jičín, Tschechien] 19. Juni 1862 – Linz an der Donau, Oberösterreich 11. April 1930): Malermeister; Heirat in Steyr (Oberösterreich) am 25. November 1893 mit:
Mutter: Maria Bittner, geborene Maukisch (Pasching, Oberösterreich 22. Februar 1869 – ?): Handarbeiterin
Bruder: Otto Alois Bittner (Steyrdorf [zu Steyr], Oberösterreich 10. April 1895 – ?)
Bruder: Victor Aloys Bittner (Steyrdorf [zu Steyr], Oberösterreich 12. Juli 1898 – ?)
Schwester: Stefanie Laura Bittner (Steyrdorf [zu Steyr], Oberösterreich 11. September 1901 – ?)
Ehe: Heirat um 1923 mit Leopold Spitzegger; d. i. Leopold Thomas Krafft; seit 1897 Leopold Thomas Spitzer, seit ca. 1931 Leopold Spitzegger; Pseudonyme: Leopold Egger, L. Krafft-Wien (Haag [Stadt Haag], Niederösterreich am 24. Dezember 1895 – Wien am 15. November 1957): Bankbeamter, Bibliothekar, Publizist und Schriftsteller; Anarchist
Kinder: keine
Biographie
Maja Spitzer, Tochter einer Handarbeiterin und eines Malermeisters, wuchs in Steyr (Oberösterreich) auf. Sie kam nach Wien, wo sie eine Mädchen-Mittelschule besuchte und anschließend die Lehrerinnen-Bildungsanstalt absolvierte. 1917 wurde sie provisorische Lehrerin an der Bürgerschule für Knaben und Mädchen in Wien 22., Konstanziagasse, 1918 an der Allgemeinen Volksschule für Knaben in Wien 6., Corneliusgasse, schließlich 1922 städtische Lehrerin an der Allgemeinen Volksschule in Wien 6., Stumpergasse. Um 1923 heiratete sie den damaligen Bankbeamten Leopold Spitzer (1895–1957). Der engagierte Pazifist und Anarchist ließ 1931 seinen Namen auf »Spitzegger« ändern. Maja wurde wohl 1923 Mitglied des »Bundes herrschaftsloser Sozialisten« und arbeitete auch an dessen Zeitung »Erkenntnis und Befreiung« (Wien – Graz) mit. Nach einem heftigen Konflikt ihres Ehemanns Leopold Spitzegger mit Rudolf Großmann alias Pierre Ramus (1882–1942) schieden Maja und Leopold Spitzegger 1926 aus dem »Bund herrschaftsloser Sozialisten« aus. Später sympathisierte Maja Spitzer mit der anarchistischen Gruppe um die vom April 1930 bis September 1931 erschienene anarchistische Zeitschrift »Contra« (Wien). Im September 1933 verstarb Maja Spitzer an Lungentuberkulose.
Mitarbeiter*innen an Periodika
- Erkenntnis und Befreiung (Wien / Wien – Graz / Graz – Wien – Ludwigshafen / Wien – Graz) 1924
Kategorien
Adresse(n)
- Steyrdorf [zu Steyr], Oberösterreich, Sierninger Straße 4 (Geburtsadresse)
- Wien 10., Van-der-Nüll-Gasse 56 (Wohnadresse 1922)
- Wien 15., Wurmsergasse 45, Stiege 3 (Wohnadresse; Sterbeadresse)
Karte
Autor / Version / Copyleft
Autor: Reinhard Müller
Version: März 2026
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