Ferdinand Kluger (1875–1922)

Persönliche Daten
Geburtsdatum
5. Juli 1875
Sterbedatum
21. Mai 1922
Sterbeort
Religionsbekenntnis
römisch-katholisch, dann konfessionslos

Mutter: Anna Kluger
Vater: unbekannt
Ehe: in Wien am 19. Jänner 1902 mit Anna Schwarz (Linz an der Donau, Oberösterreich 9. Juli 1870 – Wien 30. Jänner 1941): Hausfrau und Siedlungsaktivistin; Anarchistin

Biographie

Ferdinand Kluger, geboren in und zuständig nach Barzdorf (Österreichisch-Schlesien [Bernartice (okres Jeseník), Tschechien]), war zunächst Platzmeister, dann Personalaufseher und zuletzt Postmeister bei der »Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft«. Er war seit 1910 bei der anarchistischen Gruppe »Wohlstand für Alle« von Rudolf Großmann alias Pierre Ramus (1882–1942) aktiv. Er wurde zum Kriegsdienst eingezogen und bereits im November 1914 an der Ostfront verwundet.

Ferdinand Kluger war spätestens seit 1918 ein engagierter Antimilitarist und von Beginn an Mitglied des von Rudolf Großmann alias Pierre Ramus (1882–1942) initiierten »Literarischen Vereins ›Leo Tolstoi‹«, der am 24. November 1918 seine Tätigkeit aufnahm, ab Jänner 1919 unter dem Namen »Bund ›Erkenntnis und Befreiung im Sinne Leo Tolstois‹« auftrat und ab Juni 1919 als »Bund herrschaftsloser Sozialisten« agierte. Diesem gehörte Kluger bis zu seinem Tod – er starb an einer Lungenentzündung – an. Außerdem war Ferdinand Kluger ein engagierter Konfessionsloser und vertrat gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Hausfrau Anna Kluger (1870–1941), das anarchistische Lager in der »Reformsiedlung ›Eden‹« am Wolfersberg, Wien 14.

  • Revolution! (Wien / Wien – Leipzig – Berlin / Wien – Berlin) 1919
  • Wien 2., Engerthstraß3 207 (Wohnadresse 1902)
  • Wien 2., Ennsgasse 4 (Wohnadresse 1913)
  • Wien 2., Wachaustsraße 35/1/31 (Wohnadresse)
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