Maria Stropnik (1904–1981)
Persönliche Daten
Familienverhältnisse
Vater: Johann Stumvoll (Rainbach im Mühlkreis, Oberösterreich 21. Februar 1863 – Leoben, Steiermark 13. Mai 1937): Zimmermann, Zimmerpolier; Heirat in Leoben (Steiermark) am 7. Juli 1892 mit:
Mutter: Anna Stumvoll, geborene Gaisriegler (St. Michael ob Leoben [St. Michael in Obersteiermark], Steiermark 26. Juli 1868 – Leoben, Steiermark 19. August 1920): Wäscherin
zweite Ehe des Vaters: in Leoben (Steiermark) am 2. Jänner 1921 mit:
Stiefmutter: Viktoria Lichtenegger (Gutenberg an der Raabklamm [Gutenberg], Steiermark 22. Dezember 1873 – Leoben, Steiermark 5. Februar 1928): Schneiderin
erste Ehe: in Leoben (Steiermark) am 18. November 1923 mit »Sepp« Josef Stropnik (Opritz, Istrien [Oprič, Kroatien] 16. Februar 1898 – Leoben, Steiermark 15. September 1931); evangelisch (A. B.): Buchhalter; Freidenker und Anarchist
Tochter: Antonia Stumvoll, mit 25. November 1923 legitimierte Stropnik, verheiratete Punz (Leoben, Steiermark 10. Juli 1921 – Stadt Salzburg, Salzburg 16. Februar 1999), römisch-katholisch, seit 7. Februar 1923 evangelisch: Hausfrau
Sohn: Josef Fritz Stropnik (Leoben, Steiermark 21. Jänner 1929 – Leoben, Steiermark 25. Februar 1929): verstorben an allgemeiner Schwäche in Folge einer Frühgeburt
zweite Ehe: in der Stadt Salzburg (Salzburg) standesamtlich am 4. April 1940 und kirchlich am 3. August 1946 mit Harry Fischmann: Musiker, Pianist, Kapellmeister
Tochter: Elvira Josefine Stropnik, legitimierte Fischmann, verheiratete Olds, verheiratete Hunt (Stadt Salzburg, Salzburg 19. Juli 1936 – Guthrie, Oklahoma, USA 23. Juli 2002)
Tochter: [?] Fischmann (Stadt Salzburg, Salzburg Mai 1940 – ?)
Biographie
Maria Stropnik, Tochter einer Wäscherin und eines Zimmermanns, ließ sich zur Fotografin ausbilden und arbeitete dann als Fotografin in Leoben (Steiermark). Schon früh wurde sie Mitglied des »Bundes herrschaftsloser Sozialisten«. Sie organisierte 1922 dessen Ortsgruppe in Leoben gemeinsam mit Josef Stropnik (1898–1931), den sie dann am 18. November 1923 heiratete. Sie war wesentlich daran beteiligt, dass die Ortsgruppe Leoben des »Bundes herrschaftsloser Sozialisten« nach jener von Graz die wohl zahlenmäßig größte in der Steiermark wurde. Maria Stropnik war auch Mitarbeiterin an dessen Zeitung »Erkenntnis und Befreiung« (Wien – Graz). Am 17. Februar 1928 brachte die bei Maria Stropnik wohnende Hausgehilfin Antonia Prüggler (1905–1928) eine gewaltsam herbeigeführte Frühgeburt zur Welt und verstarb am nächsten Tag im Krankenhaus Donawitz [zu Leoben] (Steiermark). Maria Stropnik nahm noch am Tag der Geburt das tote Kind und warf es in die nahe der Wohnung vorbeifließende Mur, in der die Leiche am 20. Februar 1928 an einem Kraftwerkrechen angeschwemmt wurde. Maria Stropnik wurde daraufhin unter dem Verdacht des Kindsmordes verhaftet. Wohl unter dem Eindruck dieses Erlebnisses zog sie sich bald darauf von der anarchistischen Bewegung zurück.
Nach dem Tod ihres Ehemannes übersiedelte Maria Stropnik in die Stadt Salzburg (Salzburg). Hier heiratete sie am 4. April 1940 den Pianisten und Kapellmeister Harry Fischmann.
Mitarbeiter*innen an Periodika
- Erkenntnis und Befreiung (Wien / Wien – Graz / Graz – Wien – Ludwigshafen / Wien – Graz) 1924 und 1927
Kategorien
Adresse(n)
- Leoben, Steiermark, Leoben 79 (Geburtsadresse)
- Leoben, Steiermark, Zeltenschlagstraße 8 (Wohnadresse 1923 bis 1931)
Karte
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Autor: Reinhard Müller
Version: März 2026
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