Maria Muster (1876–)

Persönliche Daten
Namensvarianten
das ist Maria Agnes Muster
Geburtsdatum
21. Jänner 1876
Geburtsort
Religionsbekenntnis
römisch-katholisch

Mutter: Johanna Muster: Köchin aus St. Johann im Saggautal (Steiermark)
Vater: unbekannt
Lebensgefährte: seit 30. Mai 1898 Johann Gruber (Graz, Steiermark 1874 – ?): Steindrucker, Maschinenmeister; Anarchist

Biographie

Maria Muster war die uneheliche Tochter einer Köchin. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Seiersberg (Steiermark), das damals zu Graz (Steiermark) gehörte, auf. 1897 schien die Bewegung der anarchistischen Unabhängigen Socialisten in der Bedeutungslosigkeit versunken zu sein. Doch in Graz bestand noch deren 1893 gegründete »Arbeiter-Bildungs- und Unterstützungs-Verein«. Hier initiierten vor allem der gelernte Steindrucker und nunmehrige Maschinenmeister Johann Gruber (1874–?) und der Hilfsarbeiter und jetzige Maurergehilfe Franz Prisching (1864–1919) die Bewegung der Freien Socialisten. Diesen schloss sich auch Maria Muster an und wurde im Mai 1898 die Lebensgefährtin von Johann Gruber. Die Freien Socialisten gaben die Zeitung »Der Freie Socialist« heraus, deren erste Nummer am 20. Jänner 1902 in Brüx (Böhmen [Most, Tschechien]) erschien und dann nach Graz verlegt wurde. Nachdem alle Nummern konfisziert worden waren, wurde die Zeitung mit der Nummer 5 vom 20. März 1902 eingestellt. Marie Muster fungierte vom Jänner bis März 1902 als Administratorin dieser Zeitung. Wohl um als Herausgeber einem drohenden Presseprozess zu entgehen, reiste Johann Gruber am 1. Oktober 1903 von Graz nach Brasilien ab. Hier wollte er sich in der Siedlung »Colônia Cosmos« in der Município de Joinville (Santa Catarina, Brasilien) ansiedeln. Marie Muster soll ihm bald darauf dorthin gefolgt sein.

  • Graz, Steiermark, Elisabethinergasse 26 (Geburtsadresse)

  • Graz, Steiermark, Sackstraße 74, 3. Stock (Wohnadresse 1902)

  • Graz, Steiermark, Schmölzergasse  3 (Wohnadresse, bei den Eltern von Johann Gruber, 1903)

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